Wenn ein traditionsreicher Name wie Abarth, der jahrzehntelang für brüllende Auspuffanlagen und benzinbetriebene Taschenraketen stand, plötzlich den Stecker zieht und elektrisch wird, hält die Autowelt den Atem an. Der Abarth 500e ist nicht nur ein weiteres Elektroauto für die Stadt; er ist ein Statement. In der international wachsenden electric performance hatchback range (der Klasse der elektrischen Sport-Kompaktwagen) will der Skorpion beweisen, dass Fahrspaß, Emotionen und eine nachhaltige Zukunft perfekt harmonieren können.
In diesem ausführlichen Testbericht werfen wir einen genauen Blick auf das Design, die Performance, die Alltagstauglichkeit und klären die Frage, ob der elektrische Skorpion seinen Ahnen mit Verbrennungsmotor das Wasser reichen kann.

Design & Innenraum – Sportlichkeit trifft auf Moderne
Der Abarth 500e zieht die Blicke auf sich. Mit seiner breiteren Spur, den markanten Seitenschwellern und dem aggressiv gestalteten Frontstoßfänger grenzt er sich optisch deutlich vom zivileren Fiat 500e ab. Der neue, digitalisierte Skorpion prangt stolz an der Front und auf den Flanken.
Steigt man ein, wird sofort klar, dass hier der Fahrer im Mittelpunkt steht. Die exklusiven Alcantara sports interior design features werten den Innenraum massiv auf. Das dunkle, griffige Alcantara zieht sich über das Sportlenkrad, die Einsätze im Armaturenbrett und die tief profilierten Sportsitze. Es sieht nicht nur hochwertig aus, sondern verhindert auch lästiges Rutschen bei dynamischer Kurvenfahrt. Die neongelben Ziernähte runden das sportliche Gesamtbild ab und schlagen eine Brücke zur grellen Außenfarbe „Acid Green“, die als Signature-Farbe des Modells gilt.
Fahrspaß unter Strom: Leistung und Fahrmodi
Kommen wir zum Herzstück: der Technik. Wenn wir uns die Stellantis EV platform performance specs genauer ansehen, bietet der Abarth 500e einen Frontmotor mit 113 kW (155 PS) und ein sofort anliegendes Drehmoment von 235 Nm. Das klingt auf dem Papier vielleicht nicht nach einem Supersportwagen, aber durch das sofortige Ansprechen des Elektromotors fühlt sich das Auto extrem bissig an.
Bei den 0 to 62 mph acceleration times (entspricht 0-100 km/h) stoppt die Uhr bei exakt 7,0 Sekunden. Viel beeindruckender als der Sprint aus dem Stand ist jedoch der Zwischenspurt im städtischen Bereich (20-40 km/h) oder auf der Landstraße (40-60 km/h), wo der Abarth 500e seine Verbrenner-Kollegen mühelos stehen lässt.

Die Fahrmodi im Detail
Abarth hat die Charakteristik des Autos in drei spezifische Fahrmodi unterteilt.
- Turismo: In diesem Modus wird die Leistung auf 100 kW (136 PS) und das Drehmoment auf 220 Nm gedrosselt.
- Scorpion Street: Hier steht die volle Leistung zur Verfügung, gepaart mit maximaler Rekuperation für das sogenannte One-Pedal-Driving.
- Scorpion Track: Dieser Modus ist für pure Performance gedacht.
Die Debatte um Scorpion Street vs Turismo mode efficiency ist im Alltag besonders interessant. Wer maximale Reichweite und ein sanfteres Ansprechverhalten im Pendelverkehr sucht, ist mit dem Turismo-Modus bestens bedient. Der Stromverbrauch sinkt spürbar. Wer hingegen im Stadtverkehr das volle Drehmoment genießen möchte, nutzt den Scorpion Street Modus.
Für sportliche Ausfahrten gilt: Scorpion Track driving mode explained. In diesem Modus reduziert die Fahrzeugelektronik die Eingriffe der Traktionskontrolle (ESC) auf ein Minimum. Die volle Leistung liegt extrem aggressiv am Fahrpedal an, und die Rekuperation wird zugunsten eines natürlichen Ausrollverhaltens beim Bremsen vor der Kurve (Coast-Feeling) stark zurückgenommen. Hier entfaltet der Skorpion sein volles Potenzial.
Der Klang der Zukunft: Sound oder Stille?
Ein Abarth ohne den berühmten Record-Monza-Auspuff? Eigentlich unvorstellbar. Um die puristischen Fans nicht zu vergraulen, haben die Ingenieure tief in die Trickkiste gegriffen. Das Ergebnis ist eine virtual exhaust sound generator technology.
Unter dem Heck des Fahrzeugs ist ein wasserdichter Lautsprecher verbaut, der den tiefen, rotzigen Klang eines klassischen Abarth-Verbrennungsmotors künstlich erzeugt. Der Sound ist geschwindigkeitsabhängig und reagiert auf die Stellung des Fahrpedals. Im Stand brabbelt er tief, beim Beschleunigen wird er lauter und aggressiver. Wer es auf Dauer – etwa auf längeren Autobahnetappen – lieber leise mag, kann das System über das Menü im Bordcomputer auch komplett deaktivieren und die himmlische Ruhe eines E-Autos genießen.

Alltagstauglichkeit und Reichweite
Die große Frage von Enthusiasten lautet oft: Is an electric hot hatch practical for daily driving? Die klare Antwort lautet: Ja, absolut. Der Abarth 500e ist mit seiner kompakten Länge von rund 3,63 Metern das perfekte Großstadtauto. Er passt in jede Parklücke und wuselt pfeilschnell durch den Verkehr.
Besonders im Stop-and-Go-Verkehr spielen die regenerative braking settings for city driving ihre Stärken aus. Im Scorpion Street Modus lässt sich das Auto fast ausschließlich mit dem Fahrpedal bewegen. Nimmt man den Fuß vom Pedal, bremst das Auto bis zum Stillstand ab und gewinnt dabei wertvolle Energie für die Batterie zurück. Das schont nicht nur die Bremsbeläge, sondern macht das Fahren in der Stadt extrem entspannt.
Die Realität im Winter
Ausgestattet ist der Abarth 500e mit einer 42-kWh-Batterie (brutto). Nach WLTP-Norm reicht das für rund 250 bis 265 Kilometer. Doch wie sieht die real world battery range in winter aus? Wie bei jedem Elektroauto fordert die kalte Jahreszeit ihren Tribut. Heizung, Sitzheizung und die kältebedingte Trägheit der Zellchemie reduzieren die Reichweite. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sollten Sie im Alltag mit einer realistischen Reichweite von etwa 150 bis 180 Kilometern planen. Für den typischen städtischen Pendler ist das mehr als ausreichend, erfordert bei längeren Überlandfahrten jedoch etwas Planung.
Laden und Batteriepflege
Wenn der Akku zur Neige geht, muss es schnell gehen. Der Abarth 500e unterstützt Gleichstrom-Schnellladen (DC) mit bis zu 85 kW. Dadurch ergibt sich eine sehr praxisnahe fast charging time from 0 to 80 percent von nur rund 35 Minuten. An einer typischen städtischen AC-Ladesäule lädt das Auto mit maximal 11 kW, was eine Vollladung in gut vier Stunden ermöglicht.

Für die heimische Garage lohnt sich die Investition in eine vernünftige Infrastruktur. Wenn Sie die best home charging solutions for electric cars evaluieren, greifen Sie am besten zu einer smarten 11-kW-Wallbox. Diese lädt das Fahrzeug über Nacht schonend und sicher auf und lässt sich oft so programmieren, dass günstiger Nachtstrom (falls vom Anbieter unterstützt) genutzt wird.
Tipps für das maintaining battery health in performance EVs:
- Die 20-80-Regel: Laden Sie die Batterie im Alltag nach Möglichkeit nur auf 80 % auf und fahren Sie sie nicht regelmäßig unter 20 % leer. Das schont die Zellchemie massiv.
- Vorkonditionierung: Nutzen Sie die App, um das Auto im Winter am Ladekabel vorzuheizen. So ziehen Sie die Energie für das Aufheizen des Innenraums aus dem Stromnetz und nicht aus der Batterie.
- Schnellladen in Maßen: Nutzen Sie die 85-kW-Schnellladung vorwiegend auf Langstrecken. Das tägliche Laden sollte an einer langsameren AC-Wallbox erfolgen.
Der Abarth 500e im Vergleich
Wie schlägt sich der Italiener gegen die Konkurrenz? Ziehen wir einen electric mini cooper SE comparison heran. Der aktuelle Mini Cooper SE (die ältere Generation) bietet ein ähnliches Go-Kart-Gefühl und zielt auf exakt dieselbe Lifestyle-Zielgruppe ab. Der Abarth 500e hat jedoch bei der Fahrwerksabstimmung leicht die Nase vorn, wenn es um das Ausbügeln von Bodenwellen geht, und bietet das modernere Infotainmentsystem. Der Mini kontert mit etwas mehr Leistung auf dem Papier, leidet aber unter einer noch kleineren Batterie und geringerer Reichweite.
Noch spannender ist die Debatte electric hot hatch vs internal combustion alternatives. Ein klassischer Abarth 695 mit Benzinmotor ist zweifellos leichter und bietet auf der Rennstrecke im oberen Drehzahlbereich mehr Reserven. Zudem ist der mechanische Auspuffklang durch nichts zu ersetzen. Der Abarth 500e kontert diese Nachteile jedoch durch einen extrem niedrigen Schwerpunkt (dank der Batterie im Fahrzeugboden) und das verzögerungsfreie Drehmoment. Er fühlt sich im städtischen Bereich und auf engen Passstraßen deutlich agiler an, auch wenn das Gesamtgewicht höher ist.
Finanzierung: Lohnt sich ein Abarth 500e Leasing?
Elektroautos sind in der Anschaffung oft teurer als vergleichbare Verbrenner, und der Abarth macht hier mit einem Einstiegspreis von oft über 35.000 Euro keine Ausnahme. Genau hier wird das Thema Finanzierung interessant.
The Abarth 500e Leasing erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit, da es das Risiko des Wertverlusts – ein entscheidender Faktor bei Elektroautos mit sich schnell entwickelnder Batterietechnologie – auf den Leasinggeber verlagert.
Wenn Sie einen Abarth 500e Lease in Erwägung ziehen, achten Sie auf folgende Punkte:
- Kilometerleasing wählen: Vermeiden Sie Restwertleasing. Beim Kilometerleasing tragen Sie nicht das Risiko eines fallenden Gebrauchtwagenmarktes.
- THG-Quote prüfen: Klären Sie ab, ob Sie als Leasingnehmer die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) jährlich selbst beantragen dürfen. Das bringt oft mehrere hundert Euro im Jahr ein.
- Ladeinfrastruktur-Förderung: Prüfen Sie lokale Förderprogramme für Ihre heimische Wallbox, oft lassen sich diese Zuschüsse parallel zum Leasing nutzen.
Fazit: Der Skorpion sticht jetzt elektrisch
Der Abarth 500e ist mehr als nur ein gelungener Versuch, die Tradition der Marke in die elektrische Zukunft zu retten. Er ist ein emotionales, hochdynamisches Fahrzeug, das im Alltag mit fantastischer Agilität, hochwertigen Alcantara-Details und solider Technik glänzt.
Natürlich erfordert die winterliche Reichweite von teils unter 200 Kilometern eine Anpassung der eigenen Fahrgewohnheiten auf Langstrecken. Doch wer das Auto als das nutzt, wofür es primär gebaut wurde – als flinke, aufsehenerregende Taschenrakete für die Stadt und das Umland –, wird jeden gefahrenen Kilometer genießen. Ob mit oder ohne den künstlichen Sound-Generator: Der elektrische Skorpion sticht kräftig zu und macht unfassbar viel Spaß.